Alles, was Sie über Fondue wissen müssen

Ein einfaches Gericht, das Jung und Alt zum Schmelzen bringt: Woher kommt die Fondue-Euphorie, soll man besser Tee als Wein dazu trinken und wie rettet man ein Fondue?

Fondue ist in der Schweiz sehr populär. Neben Raclette wohl die Nationalspeise schlechthin. Alt ist diese flächendeckende Beliebtheit des geschmolzenen Käses allerdings nicht. Natürlich gibt es die Legende, wonach Senner auf der Alp abends auf dem Feuer ihren reichlich vorhandenen Käse geschmolzen haben sollen. Und das legendäre Comix «Asterix in Helvetien», wo die Römer in der Schweiz üppige Käseorgien feiern. Tatsache ist: Der Fondue-Boom ist hierzulande erst ein gutes halbes Jahrhundert alt. Und hat seinen Ursprung an einem Ort, wo die gute Laune nicht unbedingt oberste Priorität hat – beim Militär. Die Käseunion überzeugte mit ihrem Slogan «Fondue isch guet und git e gueti Luune» unsere Wehrmacht; und so erlangte das Gericht beim männlichen Teil der Bevölkerung und damit auch in vielen heimischen Stuben grosse Bekanntheit.  

Säure und Stärke 

Nun zu den Tücken. Es kann vorkommen, dass das Fondue scheidet und man eine wässrige Sauce mit Proteinstücken vor sich hat. Dies geschieht, wenn man das Fondue zu schnell erhitzt. Oder wenn es zu lange köchelt, etwa, wenn sich der Besuch verspätet. Die «Zaubermittel» sind Weisswein, Zitronensaft und Stärke. Zitronensaft oder saurer Weisswein sorgen dafür, dass die bröcklige Struktur aufgelöst wird. Die Stärke verbindet das Ganze, so wird das Fondue zu einer einheitlichen flüssigen Masse. Anstatt Wein kann man auch sauren Most nehmen, was dem Fondue eine leicht süssliche Note verleiht.  

Die Zubereitung ist ganz einfach: Maizena in ein Schälchen geben, mit dem Zitronensaft zu einer Paste verrühren und anschliessend zum Fondue hinzugeben. Manche geben noch einen Schuss Kirsch ins Schälchen, was das Fondue noch geschmackvoller macht. Wichtig ist ständiges Rühren, am besten eine Acht. Dahinter steckt keine Mystik: Mit dieser Bewegung geht man sicher, dass überall gleichmässig gerührt wird und nichts anbrennt.  

Und danach? Wie bringt man den markanten Geruch aus der Wohnung? Ausgiebig lüften ist ein Muss, ein paar Kerzen sind hilfreich, besonders, Duftkerzen. Ein Geheimtipp  ist Kaffee: Ein Schälchen mit Kaffeepulver hinstellen, mit einem Streichholz anzünden. Der Rauch hilft übrigens auch im Sommer gegen lästige Wespen. 

Was trinken? 

Zum Schluss noch die Getränkefrage. Wein oder Tee – da scheiden sich die Geister. Ein Zürcher Forschungsteam hat vor einigen Jahren an 20 Personen getestet, welche Auswirkungen Wein und ein Gläschen Kirsch auf den Magen hat. Fazit: Das Fondue blieb ein paar Stunden länger im Magen als bei den Teetrinkern, da der Alkoholkonsum die Verdauung verlangsamte. Beschwerden hatten die Weintrinker deswegen aber nicht.  

Für Fans der frischen Fonduemischungen empfehlen wir das währschafte Mischung aus der Kaltbach-Höhle.   Wer nicht mit Maizena und Zitrone herumwerkeln will und auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf die legendären Gerber-Fondue zurückgreifen. Damit muss man sich auch vor Gästen nicht verstecken. Immerhin wurde das Gerber-Fondue letzten Winter auf Swiss-Flügen in der Business-Klasse angeboten. Und waren dort sehr beliebt.
 

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